Kaum eine Region in Europa brachte im 17. Jahrhundert eine derart große Fülle an Tonkünstlern hervor wie das Vogtland – unter ihnen der Komponist Sebastian Knüpfer (1633-1676). Anlässlich seines 350. Todesjahres verbindet „Klangbrücken“ Musikerinnen und Musiker aus Tschechien und Deutschland und lässt Knüpfers eindrucksvolle Barockmusik neu erklingen. Unter der Leitung von Gregor Meyer (Leiter des Gewandhauschores Leipzig) musizieren gemeinsam das „Ensemble 1684“ aus Leipzig, Nachwuchs- Instrumentalgruppen des Vogtlandkonservatoriums Plauen (Leitung: Jörg Leitz), der Evangelische Singkreis Plauen (Leitung: Susanne Häußler) sowie der Chorus Egrensis Aš (Leitung: Alexandra Benešová) – aus der Geburtsstadt Knüpfers. Durch die Zusammenarbeit dieser Profi-, Nachwuchs- und Laienensembles entsteht ein internationales Gemeinschaftskonzert, das an das regionale musikalische Erbe erinnert und zugleich ein lebendiges Zeichen für kulturelle Verbundenheit in der Euregio Egrensis setzt. Auf dem Programm stehen unter anderem Knüpfers prachtvolle Motetten „Die Turteltaube lässet sich hören“ und „Ach Herr, strafe mich nicht in deinem Zorn“ sowie Johann Rosenmüllers groß besetzte Kantate „Nun gibest du, Gott, einen gnädigen Regen“ und ausgewählte lateinische Psalmvertonungen. Rosenmüller (1617/19- 1684), in Oelsnitz/Vogtland geboren und Schwerpunkt-Komponist des „Ensemble 1684“, ist dabei ein weiterer herausragender Komponist aus der Region. So entstehen klingende Brücken zwischen den beiden Komponisten, zwischen Sachsen und Tschechien, zwischen Generationen und natürlich zwischen Mitwirkenden und Publikum.
Eintrittskarten zu 18 € (erm. 15 €) und 13 € (erm. 10 €) im Pfarramt der Lutherkirche und an der Abendkasse oder bei Eventfrog.