Der Altar

Der spätgotische Flügelaltar wurde um 1490 von einem unbekannten Erfurter Meister geschaffen. Die Predella mit der Grablegungsszene kam 1520 dazu. Die Tafelgemälde auf den beiden feststehenden Flügeln werden zeitlich um 1587 datiert. Der Aufsatz und die Wangenschnitzereien in die Zeit um 1614. Ursprünglich stand dieser Altar in der Leipziger Thomaskirche. Auf Vermittlung des dortigen Superintendenten, der Anfang des 18. Jahrhunderts Pfarrer in Plauen war, wurde er der damaligen Gottesackerkirche als Geschenk überlassen.
Im Mittelschrein ist die Beweinung Christi dargestellt, auf dem rechten und linken Seitenflügel Szenen aus der Passionsgeschichte. Links oben die Geisselung Jesu, darunter die Darstellung vor dem Volke - "Ecco homo" ( "Sehet was für ein Mensch" ). Rechts oben die Verspottung und Dornenkrönung, darunter die Kreuzbohrung. In der Mitte des Aufsatzes ist ein Kreuzigungsbild zu sehen. Darüber ein Medaillon mit dem Gottesnamen "JAHWE" in hebräischer Sprache. Den krönenden Abschluß bildet die Figur des auferstandenen Christus. Er ist der Sieger (Kreuz mit Speerspitze) über Tod (Schädel) und Hölle (Drachen). Links und rechts davon sind zwei anbetenden Figuren dargestellt: links Maria Magdalena und rechts Thomas. Um die Sockel der beiden Figuren treten vier Engelskinder hervor, die die Leidenswerkzeuge der Passion Christi in den Händen halten:

Kreuz ,Speer ,Stab mit Essigschwamm ,Geisselsäule ( v.l.n.r.)
Wird der Altar gechlossen sieht man vier Tafelgemälde:
Johannes der Täufer,
Christus als gefesselter Schmerzensmann, der als Auferstandener die Wundmale trägt,
Maria Jesu Mutter und
Johannes der Evangelist
( v.l.n.r.)

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